Westermarscher Neuland

Aus Heimatforschung Ostfriesland
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Westermarscher Neuland

Die Karte wird geladen …
Basisdaten
Kategorie Orte in Westermarsch I
Stadtteil/-viertel Westermarsch I
Baubeginn 1581
Fertigstellung 1583

Das Westermarscher Neuland ist nach den Landverlusten während der Sturmfluten im 14. Jahrhundert in den Jahren 1581 und 1583 zurückgewonnenes Gebiet (Neuland) in Westermarsch I. Es wird im Norden vom Alten Süderdeich, dessen Verlauf weitestgehend identisch mit dem Altendeichsweg ist, begrenzt. Die historische Grenze im Süden war der Neue Süderdeich.

Den ältesten Deich in der Westermarsch, welcher in etwa am Langhauser Tief verlief, hatte man nach den schweren Sturmfluten im 14. Jahrhundert angelegt. Dieser führte von Utlandshörn, am Langhauser Tief entlang bis an die Westgaste und bedeichte den ältesten Teil der Westermarsch. Die zweite Deichlinie, der (alte) Süderdeich, wurde zwischen 1546 und 1551 von Gräfin Anna, damals vormundschaftliche Regentin Ostfrieslands, vor die inzwischen deichreif gewordenen Anwachsflächen des Alten Neulandes gezogen. 578 Hektar wurden gewonnen. Dass dies in so kurzer Zeit geschehen konnte, war auch Hayo Manninga zuzurechnen, der das spätere, noch mit Prielen durchzogene Land mit Holz und Pfählen belegte und die Zwischenräume mit Erde und Schlick füllte.

Dreißig Jahre später entstand dann unter Graf Edzard II., dem Sohn Annas, die dritte Deichlinie: Der Neue Süderdeich. Dieser Deich erstreckte sich etwa vom Alten Zollhaus am Norder Hafen aus westwärts bis an den Buscherpolder. 585 Hektar fruchtbares Land wurden neu gewonnen, darunter Vierzig Diemat.

Quellenverzeichnis

  • Beschreibung von Westermarsch I in der historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft
  • Historische Flurnamensammlung der Ostfriesischen Landschaft
  • Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)
  • Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 51

Siehe auch